You are currently browsing the tag archive for the ‘Isle of Mull’ tag.

Großbritannien ist ja auch das Land der Ales, und die häufig ulkigen Namen  dieser Getränke haben oft tatsächlich auch eine Hintergrundgeschichte. Da ich, um die hiesige Kultur zu erforschen, immer wieder neue Lager- und Ale-Sorten ausprobiere, habe ich bei unserem österlichen Trip ein lokales Ale getrunken, das auf den hübschen Namen „Terror of Tobermory“ hört. Im Zusammenhang mit Bier kann man nun eine Menge mit einem derartigen Namen assoziieren ;-), aber was mag sich nun wirklich dahinter verbergen?

"Terror of Tobermory"

"Terror of Tobermory" - Cheers!

Tatsächlich steckt auch hinter diesem köstlichen Getränk eine reale Geschichte. In Tobermory auf Mull wurde nämlich 1940 eine Ausbildungsstätte errichtet, in der Besatzungsmitgliedern von Fregatten usw. Techniken der U-Boot-Abwehr beigebracht wurden. Der 3-wöchige Intensivkurs wurde von einem Vizeadmiral Sir Gilbert Stephenson geleitet, dessen Methoden als brutal und äußerst kontrovers überliefert sind. Diese Methoden, aber auch seine Effizienz, brachten Stephenson den Namen „Terror of Tobermory“ ein, nach dem wiederum das Ale benannt wurde.

Auf Mull gibt es, neben der Toberymory-Destillerie mit den Sorten „Ledaig“ (guter Tropfen!), „Tobermory“ und „Iona“, noch einige andere durchaus trinkenswerte Ales der lokalen Brauerei, die allesamt auf ähnliche Geschichten zurückgreifen.

… für uns hieß das in diesem Jahr: 1 Insel, 4 Tage, 32 Stunden Sonnenschein, 627 Fotos, 673 Kilometer und 1228 gesichtete Schafe*.

Die Ostertage haben wir auf der Insel Mull verbracht. Ausgesprochen wird das „Mall“, ist aber nicht zu verwechseln mit „Malle“ ;-). Die Insel Mull liegt nur etwa 2,5 Autostunden und 45 Schiffsminuten von Glasgow entfernt.

Vergangenen Freitag ging es bei eher bescheidenem Wetter hier los und pünktlich erreichten wir die gebuchte Fähre in Oban. Das mit dem Buchen war eine gute Idee, denn der Laderaum für die Fahrzeuge war rappelvoll und diejenigen, die ohne Buchung ankamen, konnten leider nicht mehr mit. Wir waren also nicht die Einzigen, die die Idee mit Ostern auf Mull hatten. Die Überfahrt an sich war völlig problemlos, allerdings recht windig und teilweise auch ein bisschen nass. Aber egal – damit rechnet man hier in Schottland ja auch 🙂

In Craignure fuhren wir von Bord und nach einer Stärkung im Craignure Inn gings weiter zum Duart Castle. Durch den Mix von Sonne, Wolken und Regen hatten wir dort ein großartiges Panorama mit tollen Regenbögen!

Blick auf Duart Castle

Blick auf Duart Castle

So langsam aber sicher machten wir uns dann auf den Weg zu unserem ersten Bed&Breakfast: The Old Mill in Torloisk. Eigentlich sind das nur ca. 50 Autominuten, da aber eine Ecke schöner als die andere ist, mussten wir ständig anhalten und knipsen 😉 Stunden später erreichten wir aber unser Ziel und wurden sehr nett von Beccy und ihren beiden Hunden begrüßt. Wir hatten ein wunderschönes Zimmer und natürlich haben wir auch die Whirlpool-Doppel-Badewanne ausprobiert!

Der Samstag begann mit strahlendem Sonnenschein und einer Führung durch die Whisky-Destillerie von Tobermory. Danach haben wir das kleine Örtchen mit seinen bunten Häusern etwas erkundet, bevor die weitere Eroberung der Insel ihren Lauf nahm.

Die bunten Häuser von Tobermory

Die bunten Häuser von Tobermory

Da 95% der Straßen auf Mull einspurig sind („single track roads“) ist die Fahrt eher gemütlich. Auch der Linksverkehr ist dann kein Thema mehr. Aufpassen muss man nur, dass man bei Gegenverkehr nicht mal kurz rechts ran fährt, sondern die linken(!) Ausweichbuchten nutzt. Auf dem Programm standen u. a. die Standing Stones von Dervaig, Glengorm Castle, Croig und Calgary Bay. Letztere gilt als einer der schönsten Strände Schottlands und es hat einem wirklich in den Füßen gejuckt, dort ins Wasser zu springen. Mutig genug war allerdings nur Ingo 🙂

Fußbad in der Calgary Bay

Fußbad in der Calgary Bay

So langsam verschwand dann auch die Sonnen hinter den Hügeln und wir fuhren zurück, um den Tag in Tobermory bei Fish & Chips und einem netten Pub-Abend ausklingen zu lassen. Übernachtet haben wir im Fàilte-Guesthouse in einem netten Zimmer mit Blick auf den hübschen Hafen!

Am Sonntag trauten wir unseren Augen kaum: Schon wieder Sonne satt! Das war kaum zu glauben – aber toll 🙂 Nach dem Frühstück gings wieder los und unterwegs konnten wir in der St Colomba Church in Gruline den Ostergottesdienst mitfeiern. Ganz in der Nähe besuchten wir dann noch das Macquarie Mausoleum, bevor es auf einer atemberaubenden Strecke entlang des Loch Na Keal in den Südteil der Insel ging. Da uns wieder viele, viele Schafe und mindestens genauso viele Fotomotive begegneten, kamen wir erst am Nachmittag am alten Anleger von Carsaig an. Hier genossen wir die Sonne, die Ruhe und das Meer! Bevor es dann ganz dunkel wurde, gings zu unserer zweiten Nacht in der Old Mill.

Es wird Nacht auf der Insel

Es wird Nacht auf der Insel

Montags neigte sich unsere Zeit auf Mull auch schon dem Ende zu. Bevor wir wieder in See stachen, schauten wir uns noch Torosay Castle (von außen) bzw. die Schmalspurbahn dort an. Um 13.00 Uhr legten wir ab und erreichten 45 Minuten später Oban.

Da wir noch genügend Zeit hatten, nahmen wir die Route durch Argyll und machten noch einen Abstecher nach Ardfern und Inveraray. Trotz des stockenden Feiertagsverkehrs entlang des Loch Lomonds erreichten wir dann wohlbehalten am Abend unser Zuhause.

Fazit: Wir hatten wirklich tolle Tage auf Mull und werden wiederkommen. Dann stehen Iona, Ulva, Staffa und Treshnish auf dem Programm!

Wer noch ein paar mehr Fotos sehen möchte, wird  bei Flickr fündig. Und keine Angst, wir haben nicht alle 627 dort hochgeladen 😉

* Zugegeben, die Zahl der Schafe ist grob geschätzt 😉

Wetter in Dunstable

Click for Dunstable, United Kingdom Forecast
P.S. Ad-Block ausschalten :-)

Du möchtest immer ganz aktuell auf dem Laufenden bleiben, was bei uns so passiert? Dann einfach deine E-Mail-Adresse eingeben:

Fotos, Fotos, ...

Archiv

Unsere Geocaches

Ingos privater Twitter-Account

Fehler: Twitter hat nicht geantwortet. Bitte warte einige Minuten und aktualisiere dann diese Seite.

Ingo on Facebook


Ingo

Ingo Recently Played (Last.FM)

terrorhamster's Profile Page
%d Bloggern gefällt das: