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Unser aus Deutschland mitgereister Nikolaus* zeigt uns immer an, wieviele Tage es noch bis Weihnachten sind. Heute haben wir Halbzeit:

Der Countdown läuft ...

Der Countdown läuft ...

Wir wünschen allen noch eine schöne und nicht zu stressige Adventszeit!

* Ein Erinnerungsstück an die rms :-)

Nach 5 Wochen Schulung war es gestern nun soweit: Ich habe die „Hilton-Graduation-Urkunde“ bekommen. Ab Montag beginnt dann für mich also sowas wie der Ernst des Lebens hier in Schottland. Das Schöne daran ist, dass der Weg zum Arbeitsplatz dann nicht mehr weit ist und mir das Wetter draußen egal sein kann :-) . Inzwischen haben wir auch die „Ausrüstung“ zum Arbeiten von Zuhause bekommen und die ersten Probeanrufe von hier haben bestens geklappt. Es kann also losgehen – ihr könnt euren nächsten Hotelaufenthalt nun gerne buchen :-) .

5 Wochen Schulung erfolgreich geschafft ...

5 Wochen Schulung geschafft ... :-)

Aber was wäre so eine Graduation ohne eine passende Feier? Da war es schon irgendwie praktisch, dass wir für gestern den alljährlichen Glühweinabend geplant hatten. Die Zutaten hatten wir im September bereits aus Deutschland mitgebracht und so konnten wir und unsere nette internationale Gästeschar mit selbstgemachtem Glühwein, Lebkuchen, Doministeinen und Spekulatius (Danke an Lidl für den Import) den schottischen Winter lecker genießen.

Lecker Glühwein aus original importierten Tassen

Lecker Glühwein aus original importierten Tassen

Ach ja, wir haben noch ein bisschen was von den Lebkuchen & Co übrig … wer also vorbeikommen möchte – nur zu! :-D

Weiße Dächer, Raureif, das Thermometer zeigt 1˚C an, im Internet heißt es -3 Grad – es wird Winter in Glasgow! Immerhin scheint die Sonne, herrliches Wetter. Ich werde dann mal Schal, Mütze und Sonnenbrille auspacken. :)

Ja, richtig gelesen: Bald ist Weihnachten! Zumindest wenn es darum geht, Flüge zu buchen. Damit wir noch einen der günstigen Direktflüge nach Frankfurt bekommen, haben wir schon vor einiger Zeit unseren Weihnachts-Flug nach Deutschland gebucht. Nun hat die Lufthansa aber zum zweiten Mal(!) den Rückflug gestrichen und uns auf eine noch frühere Maschine umgebucht. Das ist natürlich suboptimal, wenn man mehrere Stunden Anfahrt zum Flughafen hat und die Wetterverhältnisse ja doch unsicher sind. Also habe ich heute den Rückflug auf einen spätere Uhrzeit umgebucht – das bedeutet aber leider Umsteigen in London Heathrow. Zum Glück nicht im Terminal 5, denn dann würde es ja heißen: Tschüß Koffer! ;-)

Ob die Borders zwischen Schottland und England dieses Jahr auch so weiß sein werden wie im letzten Jahr?

Schnee!

Schnee im Grenzgebiet

Ach ja, das Foto ist mal wieder ein Beweis dafür, dass meiner Meinung nach die Fluggesellschaften viel zu wenig Wert auf geputze/kratzfeste Scheiben legen. Wie soll man da vernünftige Fotos machen können? *grummel*

Wie überall in Großbritannien hat es auch hier in Glasgow die letzten Tage heftig geschneit. Und es ist erstaunlich, wie schlecht man auf der Insel auf Schnee vorbereitet ist! Ich beobachte das jedesmal, wenn sich mal wieder ein Auto die leichte Steigung vor unserem Haus hochquält, mal quer steht, mal rückwärts rollt, es dann nach unendlich langer Zeit dann doch schafft. Ich glaube, den Reifen, die manche hier auf ihren Autos drauf haben, würde ich selbst im Sommer nicht vertrauen. Dem schottischen Selbstbewußtsein tut das aber keinen Abbruch und es wird fleißig über die Engländer gelästert, die mit dem gefühlten ersten Winter seit der römischen Besiedlung der britischen Inseln offenbar noch schlechter zurecht kommen.

Der Winter hat aber durchaus auch seine schönen Seiten, und so habe ich mir mal die Zeit genommen, auf dem Weg zu meinem Büro ein paar Fotos zu schiessen und auch eine Abstecher in den botanischen Garten zu machen.

Schnee im Botanischen Garten

Schnee im Botanischen Garten

Besonderen Spaß hatten die kleinen Schotten, aber auch ihre große Begleitung, mit dem Bauen von Schneemännern (da Daddy ja eh nicht zur Arbeit kommt wegen fehlender Winterbereifung, hat man dann Zeit, sich mit Sohnemann in den Schnee zu begeben ;-) ). Faszinierend fand ich dabei, welche Kreativität dabei an den Tag gelegt wurde. Ein Beispiel aus dem botanischen Garten:

Ist der nicht hübsch?

Ist der nicht hübsch?

Besonders gefallen hat mir dieses hübsche Exemplar (hierbei handelt es sich nicht um einen eingeschneiten Verkehrspolizisten ;-) ), welches sich in unmittelbarer Nähe zu meinem Institut befand.

Schneemänner regeln den Verkehr in Glasgow ;-)

Schneemänner regeln den Verkehr in Glasgow ;-)

Weitere Bilder meiner winterlichen Fotopirsch gibt es auf unserer Flickr-Seite.

Wir haben heute erfahren, dass unsere Hauskatze eigentlich ein Kater ist und Zach heißt :-)

Außerdem haben wir in der Hyndland Parish Church eine Hausgenossin von uns und eine Halbschwäbin kennen gelernt. Auch in Glasgow ist die Welt klein ;-)

Zudem hat es jetzt wieder zu schneien angefangen … das Frühlingshafte der letzten Tage scheint nun erstmal vorbei zu ein.

Nun sind wir schon vier Tage hier und endlich kommt nun auch der Reisebericht:

Nachdem wir die letzte Nacht auf deutschem Boden in Gelsenkirchen verbracht hatten, machten wir uns letzten Sonntag am späten Vormittag auf in Richtung Holland. Vom Ruhrgebiet aus ist das ja eigentlich nur ein Katzensprung. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir dann auch den Hafen von Ijmuiden. Hier empfing uns eisiger Wind und ein großes Schiff: Der King of Scandinavia der DFDS Seaways. Nach kurzem Suchen hatten wir auch die Autoschlange gefunden, in die sich unser Punto einreihen konnte. Da das Boarding erst um 15.00 Uhr begann, hatten wir noch Zeit für ein Picknick im Auto.

Kurz nach 15.00 Uhr öffneten sich die Tore zum Check-In für die Fahrzeuge. Ticket und Ausweise vorzeigen und schon wurden wir in die nächste Warteschlange eingereiht. Dieses Mal sauber getrennt nach Größe der Fahrzeuge. Zuerst verschwanden die LKWs im Bauch der Fähre, dann kamen die kleinen Autos (also wir) dran.

Es geht auf die Fähre!

Es geht auf die Fähre!

Geparkt wurde dicht an dicht:

Eingeparkt!

Eingeparkt!

Schnell schnappten wir uns die notwendigen Sachen für die Übernachtung und machten uns auf die Suche nach unserer Kabine. Fast ganz oben auf Deck 11 wurden wir fündig. Okay, wirklich groß war sie nicht – aber sie hatte Betten und ein kleines Bad (wobei ich die Dusche nicht gerade appetitlich fand … aber das Schiff ist halt auch schon ein bisschen älter ).

Klein aber ausreichend zum Übernachten

Klein aber ausreichend zum Übernachten

Nur so als Tipp: Eigentlich war das eine 4er-Kabine, aber ich glaube, zu viert bekommt man da Platzangst. Ist nicht zu empfehlen.

Nach einem leckeren Abendessen mit einem tollen Buffet mit einer reichhaltigen Auswahl an Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Beilagen, Käse, Desserts, … gönnten wir uns noch einen Gute-Nacht-Drink und dann fielen mir auch schon fast die Augen zu. Ingo ging dann noch kurz shoppen: Einem Highland Park (12yrs) im Sonderangebot konnten wir dann noch nicht widerstehen :-)

In der Kabine wurden wir bei Windstärke 6-7 in den Schlaf geschaukelt, bevor dann am nächsten Morgen um 8.00 Uhr der Wake-Up-Call durch den Lautsprecher kam. Ein Blick aus dem Fenster ergab: Land in Sicht! Unsere neue Heimatinsel sozusagen in  greifbarer Nähe.

Fast an Land!

Fast an Land!

Bis wir dann aussteigen ausfahren konnten, dauerte es noch etwas. Nachden wir gegen 10.o0 Uhr aufgerufen wurden, zum Auto zu gehen, mussten wir noch ca. 15 Minuten im Auto warten. Dann waren wir an der Reihe und staunten nicht schlecht, als wir die Rampe hinunterfuhren und uns ein heftiges Schneetreiben empfing! Davon war noch  nichts zu sehen gewesen, bevor wir zum Auto gingen!

Empfang mit Schnee

Empfang mit Schnee

Nun ja, durch den Schnee ging es erstmal etwas langsam vorwärts. Zudem ist der erste Teil der Strecke von Newcastle nach Glasgow Landstraße, die nicht sooo gut geräumt wird.

Ein kleiner Abstecher in die britische Schneelandschaft

Ein kleiner Abstecher in die britische Schneelandschaft

Auf der Autobahn gings dann ein bisschen flotter voran und der Schnee wurde auch weniger. Zwischendurch machten wir auch nochmal Rast und am frühen Nachmittag kamen wir in Glasgow an. Nun noch das Auto ausgeladen (wer hätte gedacht, dass in den Punto so viel reinpasst!) und wir hatten es geschafft!! :-)

Blick aus dem Wohnzimmerfenster bei unserer Ankunft

Blick aus dem Schlafzimmerfenster bei unserer Ankunft

P.S. Mit einem Klick auf die Fotos bekommt man eine größere Version davon ;-)

Ein paar Impressionen aus unserer Umzugswoche sind nun bei Flickr online. Viel Spaß beim Gucken – Bericht folgt noch :-)

Mein heutiger Flug von Frankfurt nach Edinburgh war dank des (für einige wohl plötzlichen) Wintereinbruchs mal wieder eine abenteuerliche Angelegenheit. Angefangen hat es damit, dass ich hechelnd gerade noch den Bus zum Hauptbahnhof bekommen habe (das ist allerdings mein Problem gewesen). Die Mühe war allerdings vergebens, denn der Airliner von Darmstadt zum Frankfurter Flughafen kam erst mal 25 Minuten zu spät. Hinterher auf der A5 konnte ich dann erahnen, warum diese Verspätung zu Stande kam; die Autobahn war gerade mal notdürftig vom Schnee befreit, auf der Gegenfahrbahn gab es sogar eine Vollsperrung, weil ein LKW umgekippt war. Auch auf unserer Fahrbahn habe ich dann noch einen Wagen im Straßengraben gesehen. Chaos pur auf Deutschlands Strassen.

Hurra, hurra, der Airliner ist da!

Hurra, hurra, der Airliner ist da!

Am Frankfurter Flughafen schien zunächst alles planmäßig zu laufen. Durch diverse Kontrollen durch (für Reisen in die USA und nach GB muss man sich immer zweimal durchleuchten lassen) und die Box mit den zehn Paketen „Golden Virginia“ für Danny gekauft (Tabak ist sehr sehr teuer in GB), ging es dann zum Gate. Dort angekommen erfahre ich dann erst mal, das der Flug von 12:05 Uhr auf 12:30 verschoben wurde. Nun gut, mein Ziel war, um 16:00 Uhr Ortszeit im Büro zu sein, das würde ja immer noch reichen. Pünktlich um kurz nach 12 wurde dann auch geboardet.

Und dann sassen wir da. Und sassen. Und sassen immer noch. Und genossen die Aussicht aufs Rollfeld.

Irgendwie hat es wohl Probleme mit dem Gepäck gegeben, ich hörte unter mir im Flieger ständig ein Rumpeln. Der Flugkapitän erzählte auch etwas von Gepäckproblemen. Nur leider stand unser Flieger inzwischen so lange rum, dass die Tragflächen inzwischen wieder zugeschneit waren. Der Pilot musste also den Enteiser anfordern, der, obwohl versprochen, einfach nicht kam. Eine Stunde verging, und auch noch eine weitere, bis nach ca. 2 Stunden im Flieger nun endlich ein Enteiser im Anmarsch war. Nun konnten unsere Tragflächen endlich von Eis und Schnee befreit werden.

Hurra, hurra, der Enteiser ist da!

Hurra, hurra, der Enteiser ist da!

Damit aber nicht genug. Der Schnee hatte inzwischen dafür gesorgt, dass 2 von 3 Startbahnen nicht benutzt werden konnten. Wir mussten nun also noch auf einen freien Slot warten, was auch noch einige Minuten dauerte. Irgendwann konnten wir dann aber mit mehr als zweistündiger Verspätung starten,

Der Rest der Geschichte ist eigentlich langweilig. In Edinburgh lief alles planmäßig, und die Edinburgher Innenstadt um Waverley Station, wo der Bus vom Flughafen hält, war wie so häufig einen Schnappschuss wert (wenn auch leider nur mit dem Handy aufgenommen). Besonders haben es mir die mit Lampen bestückten Bäume angetan, da die Lampen nicht krampfhaft bunt waren, sondern einfach nur ein nettes weißes Licht ausstrahlen.

Edinburgh, Ausblick von der Waverley Bridge. In der Mitte sieht man das Scott Monument, drumherum geschmückte Bäume.

Edinburgh, Ausblick von der Waverley Bridge. In der Mitte sieht man das Scott Monument, drumherum geschmückte Bäume.

Edinburgh, Ausblick von der Waverley Bridge. Hinten rechts sieht man Edinburgh Castle, links oben der weiße Fleck ist die Venus.

Edinburgh, Ausblick von der Waverley Bridge. Hinten rechts sieht man beleuchtet das Edinburgh Castle, links oben der weiße Fleck ist die Venus.

Von Waverley ging es dann per Bahn zur Glasgow Queen Street, auch das war nicht weiter spannend. Von dort dann mit der Metro ins West End. Ins Büro bin ich nicht mehr gegangen, das hat sich letzendlich nicht mehr gelohnt.

Für Ingo waren heute die „Weihnachtsferien“ vorbei und er ist nun gerade mit der Lufthansa wieder auf dem Weg nach Schottland. Eigentlich hätte LH4940 schon in Edinburgh landen sollen, aber wegen des Wintereinbruchs verspätet sich das Ganze wohl.

Die Route Darmstadt/Frankfurt – Schottland per Flugzeug gibts dann vorerst nicht mehr, denn beim nächsten Mal werden wir mit Sack und Pack und Auto die Fähre nehmen.

Und jetzt dauert 2 1/2 laaaange Wochen, bis zum nächsten Wiedersehen :-(

Wetter in Glasgow

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