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Nach sehr langer Zeit ging es für mich letzten Donnerstag mal wieder in den Ruhrpott. Gründe gab es gleich vier: meinen Vater wiedersehen, alte Freunde treffen, ein 40. Geburtstag und die Partie Schalke gegen Hamburg. Aber der Reihe nach.
Donnerstag flog ich von Edinburgh ins wunderschöne Weeze am Niederrhein. Mit dem Shuttlebus sollte es dann nach Duisburg weitergehen, allerdings musste erst unter den fünf(!) anwesenden Busfahrern geklärt werden, wer denn nun diese Fahrt auf sich nimmt. Immerhin schaffte man es, die daraus resultierende Verspätung unter fünf Minuten zu halten, und relativ pünktlich ging es dann Richtung Ruhrgebiet. Von Duisburg aus dann mit der S2 nach Gelsenkirchen, und am frühen Abend war ich dann bei meinem Vater. Ein gemütlicher Abend (endlich wieder frisches Veltins!) folgte, wo wir uns auch die Partie Celtic gegen HSV anschauten.

Noch lachen sie...satt und zufrieden
Freitag stand ein ganz besonderer Abend an. Mit ein paar Freunden, die ich teilweise etliche Jahre (huhu Nicole! huhu Danni!) oder auch noch nie (huhu Thong!) gesehen hatte, traf ich mich erst in Bochum zum Abendessen. Anschließend ging es dann in die Matrix, wo noch ziemlich lange abgefeiert wurde. Sehr gelungener Abend, der hoffentlich bald mal wiederholt wird!
Samstag war der Geburtstag einer sehr guten (Schul-)Freundin auf dem Programm. Wieder jemand mit einer 4 vor der Jahreszahl, was passiert hier gerade eigentlich, wir haben doch eben noch gemeinsam die Schulbank gedrückt? Die Feier fand in den Räumlichkeiten der Schalker Fan-Initiative statt. Schön, auch hier wieder ein paar alte Freunde wiederzusehen und so manches Kicker-Duell austragen zu können!

Heiße Kicker-Duelle mit gebannten Zuschauern
Sonntag dann die Begegnung Schalke gegen den Hamburger SV in der Veltins-Arena. Das erste Spiel in dieser Saison, das ich live im Stadion sehen konnte. Zur Halbzeit sah es ziemlich trostlos aus, Schalke lag 0:2 zurück. Aber die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem richtigen Knaller, denn die Knappen kamen zweimal ins Spiel zurück und am Ende stand es 3:3. So eine Halbzeit wie die zweite an jenem Sonntag hatte ich jahrelang hier nicht mehr gesehen; es sieht so aus, als würde Felix Magath tatsächlich einiges auf Schalke bewegen, trotz der beunruhigenden Meldungen der nicht immer wohlmeinenden Presse. Und auch hier gab es wieder ein Treffen mit diversen alten Freunden (an dieser Stelle muss ich doch mal einen Gruß an unseren treuen Blogleser Boris schicken; stets bestens informiert, respekt!
). Leider werde ich wohl zu den meisten anstehenden runden Geburtstagen nicht einfliegen können, sehr schade.

Der Auftakt zu einem großen Spiel in der Veltins-Arena
Alles in allem ein schönes langes Wochenende in der alten Heimat. Zufrieden, aber müde ging es dann Montag morgen sehr früh wieder an den schönen Niederrhein, wo einen freundliche Busfahrer den Tag so richtig verschönern (Achtung Ironie!
). Die Fahrt nach Weeze war wie immer der abenteuerliche Teil der Reise, wenn man erst mal im Flieger sitzt, geht der Rest viel einfacher (auch, weil Damaris mich netterweise in Edinburgh abgeholt hat). Die Zeit kann man sich aber damit totschlagen, über lustige schottische und englische Bedeutungen des Zielorts (Wee-Ze) nachzudenken.
Extreme Temperaturunterschiede innerhalb Europas haben wir ja schon im Winter gehabt. Und auch zurzeit haben wir mal wieder ein richtig kurioses Bild. Während in Deutschland die Leute schwitzen und vermutlich gerade mal ihren Kreislauf aufrecht erhalten können, haben wir in Glasgow mehrfach am Tag die Gelegenheit zu einer kalten erfrischenden Outdoor-Dusche. Fragt sich, was besser ist, zum Arbeiten kann man 30+ Grad eher weniger gebrauchen…

Temperaturunterschiede
Schuld am Regen hier ist übrigens ein Wolkenband, das sich hartnäckig über Schottland und kleinen Teilen Nordenglands hält. Der Rest Europas, inklusive Südengland, hat halt Sonne satt.
Also, wem’s grad zu warm ist – ab in den Flieger in die Frische nach Schottland!
Für mich stand nun der erste Besuch in Gelsenkirchen nach dem großen Umzug an. Mittwoch Abend kam ich am Flughafen Weeze an, dank Flugverspätung (die Strathclyde Police hatte wohl einen Passagier des vorangehenden Flugs verhaftet) durfte ich dann erst mal 1 Stunde auf den Shuttle-Bus nach Duisburg warten. Irgendwann spät in der Nacht habe ich es dann doch nach Ückendorf geschafft.
Neben meinen Bruder Manni und meinen Vater habe ich viele alte Freunde getroffen. Donnerstag ging es nach Duisburg die alten Kollegen besuchen (von denen die meisten allerdings ausgeflogen waren). Freitag dann endlich wieder ein Besuch auf Schalke zum Derby gegen Lüdenscheid-Nord), vorher noch Freunde getroffen (@Marc und Nick: Man sieht sich dann hoffentlich bald mal in Glasgow!). Allein das Traumtor von Kevin Kuranyi war den Kurztripp aus Schottland wert, die letzten zehn Minuten dann weniger.
Samstag hatten wir das Treffen unserer Tipprunde, bei dem ich nun zum ersten Mal dabei war (und das gleich als neuer Tabellenführer *hehe*). Tippen scheint mir aber eher zu liegen als Kegeln, wie sich herausstellte. Später ging es dann noch nach Buer auf die Ü30-Party ins Kronski. Alles in allem ein sehr gelungener Abend – es ist schön, mit alten Freunden rauszugehen, die man teilweise jahrelang nicht mehr gesehen hat. Hoffentlich bald auf ein Neues! Ich sollte wirklich langsam versuchen, auf den letzten Platz in der Tipprunde zu kommen, dann findet das nächste Treffen in Glasgow statt…;-)
Sonntag ging es dann, mehr oder weniger unausgeschlafen, zurück in die schottische Wahlheimat. Auf dem Weg nach Weeze hat mich Markus bis Krefeld begleitet. Leider war in Weeze nicht allzuviel los, so dass die Mitarbeiter sich genug Zeit nehmen konnten, um auch das Handgepäck auf ihr Gewicht hin zu kontrollieren. Erlaubt sind bei Ryanair 10kg, mit meinen 13,45kg lag ich da doch nun etwas drüber. Da sich die Alternative, das MacBook in Weeze lassen, nicht gerade anbot, musste ich das Gepäck dann leider einchecken, was neben dem Einreihen in die längere Warteschlange auch eine Gebühr von 30 Euro(!!) bedeutete. So wurde aus einem billigen Flug nun doch ein etwas teurerer. Ferner durfte jeder Fluggast bei der Kontrolle seine Schuhe ausziehen, egal ob Turnschuhe oder Springerstiefel, wahrscheinlich hätten da auch Flip-Flops nichts genützt. Man hatte den Eindruck, man flöge in die USA, aber UK kommt einem manchmal eh wie ein amerikanischer Bundesstaat vor
. Zurück in Prestwick dann eine nette Überraschung, denn Damaris wartete schon am Terminal, um mich abzuholen, was mir die Bahn- und Busfahrt ersparte.
Schon krass, welche Temperaturunterschiede zurzeit in Nord- und Westeuropa, vor allem innerhalb Deutschlands, herrschen:

Während man in Darmstadt also noch friert, entledigt sich man in Gelsenkirchen der ganz dicken Jacke, und in Glasgow tanzt man schon wieder in kurzen Hosen auf den Straßen
. Wobei man anmerken muss, dass ein echter Glaswegian auch bei frostigen Temperaturen in kurzen Hosen oder nur mit T-Shirt bekleidet draußen rumläuft, die Leute kennen da nichts (vor allem die armen Raucher, die ständig nach draußen gehen müssen).
Mitte der Woche soll es sich ja wieder einigermaßen angleichen. Also liebe Südhessen, haltet durch, die Eiszeit ist bald vorbei! Mal schauen, ob es im Sommer auch mal 21° wärmer ist in Glasgow als in Darmstadt. Eher unwahrscheinlich.
Hier in Glasgow haben wir geraden einen wunderbaren Morgen, es ist sonnig, aber um uns herum überall Wolken. Da wird es sicher noch den ein oder anderen Schauer geben. Das Wochenende war zwar warm, aber dafür sehr verregnet – die typische Glasgower Kombination aus starkem Wind und starkem Regen, bei der man durchnäßt und anschließend wieder trockengefönt wird.







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