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So zwischendurch darf doch auch ein bisschen Kultur nicht fehlen und so habe ich heute das erste Mal das Scottish Ballet mit einer Aufführung des Nussknackers („The Nutcracker“) im Theatre Royal in Glasgow gesehen. Es war richtig gut und die Musik Tschaikowskis einfach zeitlos schön. Die Inszenierung war zwar recht klassisch, aber dennoch nicht zu kitschig. Ein gelungener Abend zum Entspannen und Genießen!

Hier noch ein paar Momente zum miterleben:

Nett war auch, dass auf der Rückfahrt im Bus einer der Tänzer fast neben mir sass und sich ganz angeregt mit drei älteren Damen unterhalten hat, die ebenfalls in der Aufführung waren. Er musste dann gleich ein Autogramm geben und die drei waren hin und weg. Tja, Männer – mit Ballett macht man Frauen glücklich. ;-)

Unser aus Deutschland mitgereister Nikolaus* zeigt uns immer an, wieviele Tage es noch bis Weihnachten sind. Heute haben wir Halbzeit:

Der Countdown läuft ...

Der Countdown läuft ...

Wir wünschen allen noch eine schöne und nicht zu stressige Adventszeit!

* Ein Erinnerungsstück an die rms :-)

Nach 5 Wochen Schulung war es gestern nun soweit: Ich habe die „Hilton-Graduation-Urkunde“ bekommen. Ab Montag beginnt dann für mich also sowas wie der Ernst des Lebens hier in Schottland. Das Schöne daran ist, dass der Weg zum Arbeitsplatz dann nicht mehr weit ist und mir das Wetter draußen egal sein kann :-) . Inzwischen haben wir auch die „Ausrüstung“ zum Arbeiten von Zuhause bekommen und die ersten Probeanrufe von hier haben bestens geklappt. Es kann also losgehen – ihr könnt euren nächsten Hotelaufenthalt nun gerne buchen :-) .

5 Wochen Schulung erfolgreich geschafft ...

5 Wochen Schulung geschafft ... :-)

Aber was wäre so eine Graduation ohne eine passende Feier? Da war es schon irgendwie praktisch, dass wir für gestern den alljährlichen Glühweinabend geplant hatten. Die Zutaten hatten wir im September bereits aus Deutschland mitgebracht und so konnten wir und unsere nette internationale Gästeschar mit selbstgemachtem Glühwein, Lebkuchen, Doministeinen und Spekulatius (Danke an Lidl für den Import) den schottischen Winter lecker genießen.

Lecker Glühwein aus original importierten Tassen

Lecker Glühwein aus original importierten Tassen

Ach ja, wir haben noch ein bisschen was von den Lebkuchen & Co übrig … wer also vorbeikommen möchte – nur zu! :-D

Seit einigen Tagen regnet hier es ziemlich heftig. Was uns einmal mehr wieder zeigt, dass wir in Schottland leben :-D . Allerdings sind wir von extremem Hochwasser wie in England oder Irland am vergangenen Wochenende (bisher) verschont geblieben.

Heute morgen allerdings wäre ich doch anstatt aufzustehen lieber wieder ins kuschelige Bett zurückgekrochen, denn draußen pfiff der Wind nur so um die Ecke und es regnete in Strömen. Nun ja – nützt alles nix – der Wecker war hartnäckig!

Immerhin kam ich fast trockenen Fußes ins Büro (dank Parken in der Tiefgarage ;-) ) und habe dort festgestellt, dass meine beiden schottischen Kolleginnen da doch schlauer (= Wetter-erfahrener) sind: Die Beiden kamen ganz stilecht in stylischen Gummistiefeln ins Büro! :-D Vielleicht sollte ich mir auch mal welche anschaffen … für alle Fälle.

Hier in Schottland ist die Finanzkrise („Credit Crunch“) immer noch sehr deutlich zu spüren. Vor allem natürlich was den Arbeitsmarkt angeht – da bewerben sich für einen einfachen Kurierfahrerjob bei einer kleinen Klitsche mal schnell 1500(!) Leute.

Aber auch der Immobilienmarkt ist ziemlich stark betroffen. Gute Nachrichten für alle, die sich schon immer mal ein Häuschen in Schottland kaufen wollten und dafür fleissig gespart haben. Man kann also durch die Wohngegenden laufen/fahren und findet fast sicher in jeder Straße mindestens ein Schild „For Sale“ („zu verkaufen“). Diese Schildchen sind ja wirklich praktisch :-) . Dabei kommen dann auch ganz außergewöhnliche Objekte auf den Markt – wer also schon immer mal seine eigene Kirche besitzen wollte, wir hier in Glasgow fündig:

Die etwas andere Immobilie

Die etwas andere Immobilie

P.S. Nein, wir werden hier nix kaufen. Denn dazu bräuchte man trotz der gesunkenen Preise immer noch sowas wie ein prall gefülltes Sparschweinchen und/oder einen Goldesel ;-) .

… sind wir im Flug vergangen. Wenn ich bis vor zwei Wochen mit dem Wort Hilton noch Dinge wie Nobelherbergen, Luxus, 24-Stunden Room Service, flauschige Teppiche, tolles Frühstücksbuffet … assoziiert habe, so ist das inzwischen ein bisschen anders ;-) . Jetzt sind eher so Schlagworte wie jeden-Morgen-früh-aufstehen, Schulungsraum ohne Tageslicht, viele neue Eingabe-Systeme (Reservierungen etc.), eine Menge Fakten, die man wissen sollte, Kundenanfragen, … angesagt. Es gibt viel zu Lernen! :-)

Die Bausteine des Hilton-Kundenservice

Der ideale Hilton-Kundenservice ...

Doch der erste Zwischentest ist geschafft und am Dienstag steht auch schon der nächste Test an. Sollte der positiv verlaufen, ist die erste Phase der Schulungszeit abgeschlossen. Danach wird das Ganze dann ein bisschen praktischer und wenn alles gut geht, werde ich in 3 Woche zu Hause sitzen und (hoffentlich) netten Leuten behilflich sein, eine schöne Unterkunft zu finden. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr euch ja schonmal ein tolles Ziel aussuchen. :-)

Ach ja, meine neue „Verwandte“ Paris (wir gehören ja alle zur weltweiten Hilton-Familie *hehehe*) hat sich immer noch nicht blicken lassen.  Tja, ich weiss aber auch nicht, ob hier in Glasgow gerade mal wieder irgendein nutzloses In-Produkt vorgestellt werden soll …

Seit etwa zwei Wochen sieht man an vielen Ecken und Enden Klatschmohn („poppy“) blühen. Natürlich keine echten Blüten um diese Jahreszeit. Nein, an vielen Revers, auf Plakaten und in Schaufenstern prangt eine der künstlichen roten Blüten. Nachrichtensprecher und Talkshowgäste im Fernsehen, Politker, die Kandiaten bei X-Factor (das Pendant zu DSDS), viele Menschen auf der Straße, … tragen die Blume im Knopfloch.

Für uns schon ein bisschen befremdlich, denn sowas kennt man ja aus Deutschland eher weniger. Doch was hat es denn mit dieser Blume  auf sich? Alljährlich wird in der Zeit vor dem 11. November – dem Remberance Day („Volkstrauertag“)  – die Mohnblume als Symbol zum Gedenken an die Opfer von Kriegen seit dem 1. Weltkrieg getragen. Daher auch der Name „Poppy Day“. Die rote Blume soll – in Anlehnung an das Gedicht „In Flanders Fields“ des Kanadiers John McCrae – an die vom Blut der Soldaten des Ersten Weltkrieges geröteten Felder Flanderns erinnern.

Eine Mohnblume fürs Knopfloch ...

Eine Mohnblume fürs Knopfloch ...

Und einmal mehr stellen wir fest, dass das Verhältnis der Briten zum Thema Armee & Krieg schon ein bisschen ein anderes ist, als wir es aus Deutschland kennen.

… dass am 5. November 1605 das englische Parlament samt der Königsfamilie, vielen kirchlichen Würdenträgern und großen Teilen des Hochadels in die Luft geflogen wäre. Denn der Bösewicht Guy Fawkes hatte schon 26 Fässer mit Schwarzpulver bereit gehalten, um so ein richtiges Feuerwerk zu veranstalten. Dumm nur, dass ihn einer seiner Kumpels verraten hat und das ganze Spektakel für ihn am Galgen endete. Tja, …. blöd gelaufen.

Die ganze Nation – abgesehen von Guy und ein paar seiner Mitverschwörer – war natürlich sehr froh, dass nichts passiert ist und deshalb feiert man in ganz Großbritannien bis heute am 5. November Bonfire Night. In Glasgow gibt es an diesem Abend traditionell ein Riesen-Feuerwerk im Park Glasgow Green. Tausende von Glaswegians strömen auf den Rasen und natürlich haben auch wir uns das Ereignis nicht entgehen lassen:


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P.S. Ich bin mir nicht sicher, ob manche Schotten nicht doch gerne ein bisschen am englischen Parlament herumzündeln würden ;-)

So langsam aber sicher ist die Touri-Saison in Schottland für dieses Jahr wohl vorbei. Zumindest meinen das die einschlägigen Fluggesellschaften, wenn man sich die aktuellen Winterflugpläne anschaut :-( . Sämtliche Flüge von Ryanair ab Glasgow-Prestwick nach Düsseldorf-Weeze und Frankfurt-Hahn wurden eingestellt bzw. nach Edinburgh verlegt. Ist ja prinzipiell kein Problem, denn in1 1/2 Stunden kommt man da mit Bus & Zug auch hin. Aaaaaber: Die Abflugszeiten liegen bei 6.30 bzw. 6.35 Uhr! Der erste Zug von Glasgow aus fährt aber erst um 5.40 Uhr. Super!

Aber es ist nicht nur die „böse“ Ryanair. Auch Germanwings hat die Flüge von Köln/Bonn und Jet2 die von Düsseldorf jeweils nach Edinburgh aus dem Flugplan gestrichen. Und selbst die Lufthansa hat unseren Weihnachts-Rückflug bisher zweimal nach vorne verschoben (= 2 Verbindungen gestrichen), so dass wir ihn in Frankfurt mit 4,5 Stunden Anfahrt nun nicht mehr erwischen und einen späteren Flug mit Umstieg in London nehmen müssen. Argh! Meinen die denn alle, Schottland sei nur im Sommer interessant?

Ach ja, es gibt nun aber eine neue Verbindung vom Allgäu-Airport (Memmingen/München West) nach Edinburgh. Praktisch für alle aus dem Süden der Republik.

P.S. Der Winterflugplan ist jetzt in unseren Infos für Besuche berücksichtigt – falls jemand doch meint, dass Schottland auch im Winter seine Reize hat und noch ein paar Infos braucht :-) .

Juhuu! Unser erster eigener Geocache ist nun an Ort und Stelle und auch schon auf www.geocaching.com mit der Bezeichnung GC1ZGEA (A Wee Dram) veröffentlicht! Wir sind gespannt, wann er zum ersten Mal gefunden wird und wohin die Reise für unseren travel bear Mungo geht!

Die Koordinaten sollten stimmen ... :-)

Die Koordinaten sollten stimmen ... :-)

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