Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir haben von Donnerstag bis heute ein paar schöne vorweihnachtliche Tage in London verbracht. In St Pancras angekommen fiel uns gleich der riesige Weihnachtsbaum aus Legosteinen auf, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Legobaum in St Pancras, London

Legobaum in St Pancras, London

Abgestiegen sind wir, natürlich, in einem Hotel aus der Hilton-Familie, dem DoubleTree Tower of London. Nach unserer Ankunft ging es auf den deutschen Weihnachtsmarkt in der Nähe des London Eye, wo wir uns erst mal ordentliche deutsche Bratwurst und Glühwein schmecken ließen.

Blick vom deutschen Weihnachtsmarkt auf die Themse (mit London Eye und Houses of Parliament)

Blick vom deutschen Weihnachtsmarkt auf die Themse (mit London Eye und Houses of Parliament)

Den Abend haben wir dann mit Freunden in der Scotch Malt Whisky Society und einem Besuch in der SkyLounge des DoubleTree ausklingen lassen. Die SkyLounge ist auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich und ein wahrer Geheimtipp, hat man hier doch einen wunderbaren Ausblick auf den Tower und die Tower Bridge.

Gestern ging es dann zunächst mal Geocachen (wir waren erfolgreich) und danach zum gut besuchten (1000 Besucher!) Weihnachtsgottesdienst in die St Paul’s Cathedral. Vor dort aus haben wir uns danach in den Bus gesetzt und ein wenig die Weihnachtsbeleuchtung genossen. Später ging es dann nach Chinatown auf eine gute Ente zum Abendessen. :-)

Das weihnachtliche London

Das weihnachtliche London (Regent Street)

Nun sind wir heute wieder nach Hause gefahren und werden entgegen britischen Gepflogenheiten einen typisch deutschen Weihnachtsabend zu zweit verleben :-) . Normalerweise feiert man Weihnachten in Großbritannien nämlich erst am 25. Dezember, dem Christmas Day. Mitte nächster Woche geht es dann nach Dublin, wo wir Silvester verbringen werden (inklusive Familienbesuch, worauf wir uns schon sehr freuen!).

So langsam fallen die letzten Blätter von den Bäumen, es wird kälter, manchmal regnet es, die Futterstation für die Vögel steht im Garten bereit … – kurzum: Es wird auch im Süden der Insel Winter! Seit gestern ist es bei uns auch richtig Advent geworden: unser Statt-Adventskranz-Eisbärenbaum steht wieder! Die Bärchen sind ja mit uns umgezogen, nun aus ihrem Sommerschlaf aufgewacht und direkt aus der Kiste an den Baum gehüpft:

Eisbärenweihnachtsbaum

Die Bären sind wieder los!

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal – typisch für hier – auch ein bisschen Kamindeko: :-D

Kamindeko

So richtig britisch halt ...

Nachdem nun auch die Sternenlichterkette im Schlafzimmer hängt, wären wir eigentlich gerüstet für einen gemütlichen Winterschlaf. :-D Okay, das ist leider nicht so ganz durchsetzbar. Aber wir werden versuchen, die Adventszeit trotz viel Arbeit ein bisschen zu geniessen und freuen uns dann schon sehr auf unser englisches Weihnachten in diesem Jahr! Und auch euch allen wünschen wir noch eine schöne Adventszeit! :-)

Noch ein paar mehr Fotos – auch von unseren Gartenbesuchern – gibts im Dezember-Album bei Flickr.

Wie schön, dass doch immer mehr unserer Schottland-Besucher auch den Weg nach England finden und so zu „Wiederholungstätern“ der netten Art werden. Wie schön also, dass letze Woche erneut Schwägerin und Schwager aus dem Norden Deutschlands einflogen. Auch wenn wir hier nicht unbedingt mit der landschaftlichen Schönheit Schottlands konkurrieren können, so haben wir doch trotzdem erlebnisereiche Tage verbracht.

Gemeinsam haben wir zwei Tage London unsicher gemacht und u.a. folgendes erlebt:

  • bei Madame Tussauds die Beine in den Bauch gestanden,
  • versucht, den Regenschauern auszuweichen,
  • die Themse entlangeschippert,
  • in Greenwich einen Geocache und ordentliches Bier gefunden,
  • gemerkt, dass Covent Garden an einem Samstagnachmittag im Sommer eigentlich wegen Überfüllung geschlossen gehört,
  • usw.

Ein Programmpunkt war dann auch noch ein Besuch beim Londoner Ableger der Scotch Malt Whisky Society. Hier gabs leckere Drams (fast) ohne Ende! Und das noch an einem Freitag, bei dem jedes Gläschen maximal 4,25 GBP kostet (haben wir natürlich ausgenutzt und soweit möglich nur die teuren bestellt :-D ).  Absolut empfehlenswert – wer gerne einmal mitmöchte, bitte melden.

Tower Bridge offen

Für den Kreuzfahrtriesen öffnet auch die Tower Bridge ihre Tore

Doch auch die Gegend rund um Dunstable sollte nicht zu kurz kommen. So standen ein Blick auf die Dunstable Downs, noch mehr Geochaches, der Besuch der Baum-Kathedrale und ein Pub-Abstecher nach Ivinghoe auf dem Programm.

Den letzten Tag nutzten wir noch für einen Ausflug nach Cambridge. Dank der interessanten Stadtrundfahrt haben wir einen Eindruck von der Stadt und ihrer vielfältigen Geschichte bekommen. Trotz der nicht gerade sommerlichen Temperaturen sind wir dann doch noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben tatsächlich an einem Bratwurststand eine Flasche original Hela Gewürz-Ketchup erstanden! Die Würstchen, die es da gab, waren auch lecker (natürlich aus Deutschland importiert).

Und wie das bei Besuch so oft der Fall ist: Die Zeit ging viel zu schnell v0rbei! Schön, dass ihr hier wart , Marlies & Manni! Danke auch für die tollen Mitbringsel und das fleissige Grillen! :-D

Im August-Album bei Flickr gibts wieder ein paar neue Fotos zur Illustration des Ganzen. :-)

Früher – zu Heidelberger Zeiten – hat man ja immer ein bisschen über die Japaner gelästert, die Deutschland in 3 Tagen abgehakt haben. Wenn man nun aber selbst in einem Land lebt, in dem 20 Urlaubstage als großzügig angesehen werden, dann wird man ganz schnell zum Sympathisanten der fernöstlichen Reiseart. In diesem Sinne haben wir die letzte Woche in deutschen Landen verbracht und es sehr genossen, viel Familie & Freunde zu treffen und so enige kulinarische Highlights zu geniessen, die uns doch manchmal fehlen. Wir wurden jedoch auch wieder mit Dingen konfrontiert, die man irgendwie erfolgreich verdrängt hatte, wie z. B. Drängler mit Lichthupe auf der Autobahn oder Pfandflaschen. ;-) Aber nun doch besser der Reihe nach:

  • Samstag: Das Taxi bringt uns um 4.30 Uhr (ja, morgens! *gähn*) nach Luton zum Flughafen. Dort herrscht wegen des Ferienflugverkehrs selbst um diese Uhrzeit schon das volle (Verkehrs-)Chaos; Landung in Dortmund fast planmäßig und auch der Mietwagen wartet schon auf uns. Die ersten Fahrversuche auf der rechten Seite verlaufen problemlos. Nach einem kurzen Abstecher (Mittagsschlaf & Schalke via TV) gehts dann nach Köln. Einer nach dem anderen erreicht ja nun das 4. Lebensjahrzehnt und so haben wir einen schönen Geburtstagsabend im Hotelux verbracht. Danke für die Einladung, Danni! :-)
  • Sonntag: Nach einer guten Nacht im Hilton Köln gabs dort lecker Frühstück/Brunch mit zwei netten Damen. Lustig, dass man erst nach Deutschland fahren muss, um seine Kollegin aus Glasgow zu treffen. :-) Nun wieder zurück nach Gelsenkirchen, wo dann ein entspannter Abend mit Grillen bei Ingos Familie auf dem Programm stand.
  • Montag: Ausschlafen! Besuch des Schalke 04 Shops, um ein überteuertes T-Shirt (auch bekannt als Fußballtrikot ;-) ) zu erstehen. Glücklicherweise wurde außerdem anstelle von Bettwäsche/Gartenzwerg/sonstigen blau-weißen Haushaltsartikeln dann doch nur noch ein Kaffeebecher und Süßkram für Nichte/Neffe gekauft. Sauerkraut & Haxe fürs leibliche Wohl sowie ein schöner Geocache an der Zeche Holland lassen den Tag gut ausklingen.
  • Dienstag: On the road again. Nach einem Abstecher an die Uni Duisburg und Curry-Wurst in der dortigen Mensa gings durch Gewitter und Platzregen fast 500 Kilometer in Richtung Süden. Spät und müde kommen wir in Sulzdorf bei Damaris’ Familie an und es wartet schon ein gedeckter Tisch mit richtigem(!) Brot und Brezeln auf uns! Was ein toller Service. :-)
  • Mittwoch: Action-Tag! Neffe & Nichte mit Anhang kommen zu Besuch. Noch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie mit zunehmenden Alter die Vorzüge des langen Schlafens zu schätzen lernen. ;-) Nach einem ausgiebigen Maultaschen-Essen gings dann in den Garten zum Spielen und Toben. Am Abend war es dann ein bisschen wie Weihnachten, denn gemütliches Raclette war angesagt.
  • Donnerstag: Ausschlafen! Juhuuu! Als nächster Punkt zum Abhaken auf der kulinarischen Wunschliste: original hessische Grüne Soße. Dann noch zum Supermarkt und ein paar Dinge erstanden, die man hier eher nicht so bekommt.
  • Freitag: Und weiter gehts am späten Vormittag. Aus gegebenem Anlass ist unsere erste Station an diesem Tag der Zoo in Heidelberg. Wie gerne erinnern wir uns an unsere Hochzeit dort zurück! Auf dem Weg nach Frankfurt darf natürlich der Döner in Dossenheim nicht fehlen!
  • Samstag: Gemütlich frühstücken im Hilton Frankfurt (wir hatten ein tolles Eckzimmer mit Blick auf die Skyline!), dann auf nach Darmstadt. Hier stehen letzte Besorgungen, Schalke-TV in Rainers Eck und am Abend dann ein Treffen mit lieben Freunden im Ratskeller an. Vielen Dank, dass ihr so zahlreich gekommen seid – toll, euch mal wiederzusehen! :-)
  • Sonntag: Wir verabschieden uns so langsam aber sicher und machen uns am Mittag auf zum Frankfurter Flughafen. Nicht ganz pünktlich starten wir in Richtung Insel und landen verspätet in Heathrow. Gerade noch so den Bus erwischt und 2,5 Stunden später kamen wir dann müde aber erfüllt von einer wunderschönen Woche wieder zu Hause an. Ein besonderer Dank gilt unseren Familien, die lange und geduldig auf den Besuch gewartet haben und uns auch in der wenigen Zeit unglaublich verwöhnt haben! :-)

Das war also unsere Deutschlandwoche mit knapp 1110 gefahrenen Kilometern im Schnelldurchlauf. Wer bis hierher durchgehalten hat, kann sich nun noch ein paar Schnappschüsse anschauen:

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Letztes Wochenende trafen mal wieder zwei passende Komponenten aufeinander: arbeitsfreier Sonntag und schönes Wetter! Das wollten wir natürlich nicht einfach verstreichen lassen und so haben wir uns daran gemacht, ein Ausflugsziel in der Umgebung auszusuchen. Dank unserer National Trust Mitgliedschaft war dies auch sehr schnell gefunden: Die Pitstone Windmill sollte es werden. Nach kurzer Autofahrt hatten wir dann auch schon unser Ziel erreicht. Inmitten von wunderschönen Getreidefeldern unter blauem Himmel mit Schäfchenwolken mutete es uns ganz holländisch an:

Pitstone Windmill

Es klappert die Mühle, .... - ok, kein Bach in Sicht :-D

Doch auch hierzulande haben Windmühlen eine lange Tradition. Die Pitstone Windmühle gilt mit Baujahr 1627 als eine der ältesten Großbritanniens. Bis zum Jahr 1902 wurde darin auch fleissig das Getreide der umliegenden Felder zu Mehl verarbeitet. Leider hat dann ein Sturm die Windmühle ziemlich beschädigt und erst 1963 wurde sie von Ehrenamtlichen des National Trust wieder aufgebaut.

Danach haben wir uns noch das nebenan liegende nette Örtchen Ivinghoe angeschaut, da hier der Startpunkt für den interesanten Multi-Geocache GC12AXD liegt. Die (Such)-Aufgabe hatten wir auch recht bald erledigt und so haben wir uns beim Kirchenkaffee zugunsten des neuen Kirchendachs (die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert!) erstmal gestärkt und versucht, die Endkoordinaten auszurechnen. Wir waren auch recht zuversichtlich, richtig gerechnet zu haben, doch leider haben wir den Cache nicht gefunden (wurden dafür aber von Brennesseln und Brombeersträuchern attackiert :-( ). Das werden wir also nachholen müssen!

P.S. Wer gerne noch ein paar mehr Fotos sehen möchte kann sich unser Juli-Album bei Flickr anschauen – ausserdem gibts da auch eine Weltkarte, damit ihr sehen könnt, wo wir genau waren.

In Großbritannien gibt es immer noch die in Deutschland größtenteils vergessene Tradition, den Studienabschluss gebührend zu feiern. So war es vergangene Woche auch bei uns an der University of Bedfordshire soweit und jene Studierende, die kurz zuvor ihren Bachelor, Master oder ihren Doktortitel gemacht haben, wurden nun gebührend verabschiedet. Dabei ist es Tradition, dass die akademischen Mitarbeiter den offiziellen Talar jener Universität, an der sie selbst graduiert wurden, tragen. Dementsprechend groß war die Vielfalt der Farben und der (für unsere Augen teilweise seltsam anmutenden) Hüte. Für mich ergab sich ein praktisches Problem – meine Universität, die Uni Duisburg-Essen, kennt eine derartige Tradition meines Wissens nicht und es gibt eigentlich keinen entsprechenden  Talar. Aber im Land der Dienstleistungen ist nicht unmöglich, und so werden, so wurde mir gesagt, hier auch Talare für ausländische Unis angefertigt. So bekam ich einen Talar verpasst, der angeblich der offizielle der Uni Duisburg-Essen ist – bestätigen kann ich die Echtheit dieser Aussage allerdings nicht. ;-)

Angeblich der offizielle Talar der Uni Duisburg-Essen

Angeblich der offizielle Talar der Uni Duisburg-Essen

Sei’s drum, für unsere Absolventen und vor allem deren Eltern war es ein großer Tag, der mit einer Prozession in die St. Mary’s Church, die gegenüber der Uni liegt, begann. Während der Feierlichkeiten in der Kirche nahm dann jeder Absolvent seine Urkunde in Empfang. Anschließend wurden im Garten der Kirche fleißig Fotos gemacht, und auch ich wurde mehrmals aufgefordert, teilweise zusammen mit den jeweiligen Eltern gemeinsam auf das Foto zu kommen. Einige der Fotos, die ich gemacht habe, können auf unserem Flickr-Album bewundert werden.

Vergangenes Wochenende war mal wieder ein Ausflug angesagt. Eigentlich sowas wie eine nachträgliche Geburtstagsfeier. Es begann mit einer Übernachtung im sehr schönen London Syon Park Hotel. Besonders das Hallenbad und der Whirlpool wurden ausgiebig von uns genutzt. :-) Nach einem leckeren Frühstück wollten wir uns noch ein bisschen die Gegend um das Hotel herum ansehen, das ja mitten im Syon Park in der Nähe von London liegt.

Syon Park ist der Sitz des Herzogs von Northumberland und da auch der englische Adel oft nicht mehr so gut bei Kasse ist, ist der Park inzwischen öffentlich zugänglich und wird für verschiedene Aktivitäten genutzt. So ist z.B. in den Stallungen aus dem 16. Jahrhundert ein Gartenmarkt untergebracht. Eigentlich wollten wir dort nur kurz rein, um einem dringenden Bedürfnis nachzukommen. Verlassen haben wir den Markt mit einem halben Whiskyfass. :-) Ok, bis wir eine eigene Destillerie haben, wird es noch etwas dauern – bis dahin wird das Fass erstmal als Kräuterbeet genutzt:

Whiskyfass mit Kräutern

Sláinte - auf einen schönen Sommer!

Das erste Grün haben wir nun schon geerntet und da auch noch eine Tomatenpflanze unbedingt mit uns kommen wollte, folgt dann hoffentlich bald auch die erste Ernte in rot. :-D

Am 11. Juni war es endlich soweit: Es klopfte ganz kräftig an unserer Haustür uns 2 große und 2 kleine Besucher aus Deutschland standen vor der Tür! Natürlich haben wir sie hereingelassen und da das Wetter ganz passabel war, doch gleich die Vorzüge unseres Gartens genutzt. Wasserpistolen und Fußball waren angesagt, bevor dann der Hunger mit dem Grill besiegt wurde.

Sonntags zeigte sich das Wetter von seiner englischsten Seite: Regen, Regen, Regen … nun ja, zum Glück haben die Pubs ein Dach und nach einem typischen Sunday Lunch und einem kurzen Abstecher auf den Spielplatz (es leben Matschhosen ;-) ) haben wir den Rest des Tages mit spielen, vorlesen, ausruhen … verbracht.

Am Montag haben sich die 4 dann in den Großstadtdschungel gewagt und der Queen in London einen Besuch abgestattet. Leider war sie nicht persönlich zu sprechen – sowas aber auch!

Am Dienstag war es dann endlich soweit: Der Ausflug in den Dinosaurier Park in Milton Keynes stand auf dem Programm.

Dinosaurier

Tja, hier auf der Insel gibt es sie noch ... ;-)

Wir waren die ersten, die am Morgen den Park betreten und die letzten, die ihn am Abend durch den Souvenir-Shop verlassen haben. :-D Dazwischen gab es viel zu entdecken: Dinos in allen Größen (glücklicherweise nicht so wirklich lebendig), Glibber zum Selbermachen, Fossilien zum Ausgraben, Kaninchen & Meerschweinchen zum Streicheln, diverse Fahrzeuge zum Herumfahren, Indoorspielplatz, Bänke im Sonnenschein zum Ausruhen (irgendwie haben alle über 6 Jahren geschwächelt ;-) ) , … – nicht zu vergessen natürlich die Beschallung mit „Old MacDonald had a farm …“ in der Endlosschleife. Beim Schreiben setzt sich das schon wieder wie ein Ohrwurm in den Gehörgang. Ahhh!

Am Mittwoch war dann schon wieder so langsam Abschiednehmen angesagt. Gegen Abend machten sich unsere Besucher auf den Weg in Richtung Stansted. Die Zeit ging sooo schnell vorbei! Herzlichen Dank an Verena, Theophil, Jonathan & Amy für ein paar wunderschöne Tage! Es war toll, dass ihr den Weg vom Schwabenland auf die Insel gefunden habt. :-D

Ein Blick auf den Kalender enthüllt es – wir haben uns lange nicht mehr hier im Blog gemeldet! Aber keine Sorge, wir sind nicht vom Erdboden verschwunden, vom britischen Essen dahingerafft worden oder an Whiskymangel gestorben, und uns ist auch sonst nichts zugestoßen. Wir waren nur in letzter Zeit sehr damit beschäftigt, unser Haus einzurichten. Ich persönlich hatte auch beruflich eine Menge zu tun (Zitat eines Freundes: „Du hast nun einen richtigen Job“ ;-) ), so dass eventuelle Blogartikel immer wieder auf die lange Bank geschoben wurden. Damaris hatte zudem eine Menge Pech, da sie vor einiger Zeit schmerzhaft den Ausdruck „sciatica pain“ lernen musste (zu Deutsch: Ischiasnerventzündung). Ihr geht es inzwischen wieder viel besser, aber es ist offenbar eine ziemlich langwierige Sache. Wir waren also schlicht mit uns selbst beschäftigt, wenn man so will. Wir haben aber vor, uns in nächster Zeit blogmäßig häufiger zu melden. In der Zwischenzeit kann man sich auch meine netten kleinen Tweets am linken Rand dieses Blogs anschauen, oder mir z.B. auf Facebook folgen.

Inzwischen sind unsere Möbel aufgebaut und der Kistenberg wurde auf nur noch zwei Umzugskisten reduziert. Endlich! Natürlich sind in der Zwischenzeit auch einige positive Dinge geschehen. Letzte Woche waren wir mal wieder in Glasgow und haben einer irisch-schottischen Hochzeit beigewohnt (ein ehemaliger Glasgower Kollege hat geheiratet). Diese fand übrigens in der West Brewery statt, einer deutschen Brauerei mitten in Glasgow. Motto des hiesigen Bieres: „Glasgwegian heart, German head“ (frei übersetzt: „Glasgower Herz, deutsche Schaumkrone“ :-) ). Für mich ging es danach für eine paar Tage nach Aberdeen auf eine Konferenz. Das Rahmenprogramm beinhaltete dabei einen Besuch bei der Queen (sie war leider nicht da) in ihrer Sommerresidenz Schloss Balmoral, sowie einem Trip zur Nahe gelegenen Royal Lochnagar Destillerie. Alte Gewohnheiten legt man halt nie ab ;-) . Letztes Wochenende haben wir eine deutsche Bratwurst-Grillparty bei Freunden gehabt (und dabei festgestellt, dass auch Samstag Nacht viel Verkehr in London ist). Ferner hatten wir Besuch aus Deutschland (dazu wohl später mehr). Ein anderes Highlight war der Besuch des Champions-League-Halbfinalspiels von Schalke gegen Manchester United im Old Trafford. Auch wenn das Spiel (leider fast schon erwartungsgemäß) eher schlecht für Schalke ausging, war es doch das erste Mal, dass ich Schalke hier auf der Insel live gesehen habe. Und ich hoffe, es wird nicht dabei bleiben! Und ganz nebenbei habe ich auch mal wieder einige Kollegen vom Schalke FanClub UK (durch den ich überhaupt erst an die Karte gekommen bin (Thanks Phil!)) sowie alte Freunde (die teilweise eine 14-stündige Busfahrt von Gelsenkirchen hinter sich hatten) getroffen. Kleine Anekdote am Rande: als wir am nächsten Tag von Nordengland nach Hause fuhren, wurden wir in Blackpool von der Polizei angehalten, da ein Bremslicht nicht funktionierte (was wir allerdings wussten und deswegen auch schon einen Termin in der Werkstatt gebucht hatten). Ich zeige also dem Officer meinen deutschen Führerschein und der fragt mich allen Ernstes, ob Deutschland denn in der EU sei! Die Antworten, die mir da durch den Kopf gingen, habe ich besser nicht laut geäußert, sondern nur wahrheitsgemäß mit „Ja“ geantwortet.

Old Trafford

Old Trafford

Ansonsten freue ich mich nun auf etwas ruhigere Tage, an denen ich mich verstärkt meiner Forschung widmen kann – es sind Semesterferien. Vermutlich werde ich demnächst mal einen eigenen Artikel zum britischen Lehrbetrieb schreiben, der einen doch das ein oder andere mal ins Staunen versetzt…

Hach! Endlich ist es soweit: DER Hochzeitstag des Jahres ist da – Kate & William werden gleich in Westminster Abbey den Bund für ein gemeinsames öffentliches Leben schließen. :-D Und ich freue mich schon seit November darauf! Auch wenn es ein bisschen kitschig ist, königliche Hochzeiten sind einfach nett anzuschauen. Wenn man den Berichten der Medien glauben darf, ist in London ja so einges los. Hier „auf dem Lande“ geht man die Sache dann doch etwas ruhiger an, auch wenn der Befordshire Council 100 Pfund für jeden bereitstellte, der heute ein Straßenfest zu Ehren des Hochzeitspaares veranstaltet. Nun ja, wettertechnisch ist eine Hausparty irgendwie angebrachter. ;-)

Royal Wedding Bouquet

Gut gefärbt ist richtig Britisch! ;-)

Wir haben uns darauf beschränkt, einen königlichen Hochzeitsstrauß zu besorgen und das Ganze dann („dank“ entzündetem Ischiasnerv meinerseits :-( ) mit Frühstück im Bett mit Bildern der BBC zu genießen. Immerhin wurde für die Kamerainstallationen der Regisseur von X-Factor (sowas wie das britische DSDS) engagiert – ein absoluter Profi der telemedialen Inszenierung. Selbst in den Blumenarrangements von Westminster Abbey sollen Kameras „versteckt“ sein.

Sodele, jetzt wird es langsam ernst … Prinz William ist schon in der Kirche angekommen … bleibt nur noch zu sagen: Trotz allem Pomp und so – ich wollte mit den Beiden nicht tauschen und finde, dass unsere Hochzeit heute vor 2449 Tagen sowieso die schönste Hochzeit überhaupt war! :-) (Zu den Beweisen …)

Wetter in Dunstable

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